Titten und Tränen
23 März, 2008
TV-Kritik: Statt Brust-OP gab es einen Ponyhaarschnitt. Bruce Darnell und sein erstes Stylingopfer weinen viel. Und der Zuschauer heult auf.
Meine Güte, was ist man in den vergangenen Tagen bombardiert worden mit Webespots und Hinweisen auf die neue Vorabendserie der ARD. Ex-Model Bruce Darnell rettet in seiner TV-Show „Bruce“ nun viermal in der Woche die Menschheit vor allen Hässlichkeiten der Welt mit Stylingberatung. Am Dienstagabend war Premiere.
Bruce sitzt mit der 22-jährigen Christina auf dem Sofa. „Wuääähhh, meine Brüste sind zu klein“, flennt die Studentin gleich los. Sie sei immer so gehänselt worden von ihren Mitschülern. Bruce stopft ihr ein Sofakissen unter den grauen Rolli und fragt: „Willst du so aussehen? Wo ist deine Heart?“ Erste Lektion gelernt: Unter dem Kissen beginnen die inneren Werte und nur das zählt.
Eigentlich hätte Bruce nun gehen und die Telefonnummer des nächsten Psychotherapeuten hinterlassen müssen. Stattdessen gibt es etwas Küchenpsychologie: „Was ihr fehlt, ist Fun im Leben.“ Bruce nimmt das Mädel mit in sein Riesenloft, wo schon seine Assistentinnen Hanni und Nanni warten. Oder hießen sie Anne und Katja? Egal. Etwas Fun gibt es schon mal zum warm werden. Es wird getanzt, Bruce wackelt expressiv mit seinem Hintern, Christina darf Modemagazine durch die Gegend werfen. Huch, was gewagt. Und fast so enthemmend wie eine Urschrei-Sitzung.
Auch Bruce darf jetzt mal weinen. „Das ist deine Montag, das ist deine Dienstag, das deine Mittwoch“, sagt er schluchzend zu Christina und tackert dabei ständig mit seinen Fingernägeln auf den Boden. Er scheint mitteilen zu wollen, dass ihr Leben stinklangweilig ist. Aber das ändert sich ja jetzt. Gitti und Erika nehmen das hässliche Entlein unter die Fittiche, schicken sie zum Fotoshooting, kaufen mit ihr Push-up-BHs sowie ein paar schicke Kleidchen und verpassen ihr einen neuen Haarschnitt. Als sie mit der Prozedur fertig sind, sind die Brüste zwar immer noch so groß wie vorher, aber dafür steht da jetzt ein geschminktes Monster mit Katja Ebstein-Ponyschnitt in blond vor dem Spiegel. „Du bist eine Prinzess“, haucht Bruce. Er geht mit ihr zum Tanzen in die Disco. Auf einer menschenleeren Tanzfläche gibt es nochmal etwas Pogewackel. Christina drückt sich ein letztes Tränchen weg, der Fall ist erledigt. Und das Problem mit dem fehlendem Selbstbewusstsein unter einer dicken Schicht Schminke verschwunden.
there is something in the air
10 März, 2008
Und nein, es ist leider kein MacBook Air.
Aber in den nächsten Tagen werden hier eigene Screenshots auftauchen, von denen ich mir eine tolle Optik erhoffe. Etwas Neues, was ich noch nicht ausprobiert habe. Aber auf Anraten und Neugier werde ich mich mal damit versuchen.
Nur soviel vorweg: ubuntu.studio wird bis auf Weiteres mein Desktop-System nicht mehr antreiben.
oK(!)ay ich wer(D)e ja s(E)hen wie es mir gefällt. Und zur not muss ich eben 4(!) mal neuinstallieren.
Hast Du meinen Plan erraten? War ja auch sehr schwer… Meldet euch mit der richtigen Lösung und es gibt `nen Kecks=)
Hola!
Ein neues „gurru“.
10 März, 2008
„…3 weiße Tauben, die machen „gurru“, 3 weiße Tauben, die scheißen mich zu!“
Nun, gott sei gibt es für „Pidgin“ nur eine Taube als Symbol. Die ist ausserdem Lila, und kann mich nicht zuscheißen, weil sie schließlich kein für Mickeysoft Programm ist.
Bleibt die Frage, wie ich dazu komme von weißen und lila Tauben zu schreiben… Ganz einfach: vor wenigen Tagen wurde Pidgin 2.4 veröffentlicht. Die ersten Versionen des GAIM Nachfolgers waren ja bereits ein Erfolg. Es gab wesentlich mehr unterstützte Protokolle, eine ansprechende Optik und viele viele tolle Plugins.
Davon hat sich wenig geändert, aber einiges verbessert. Abgesehen von der Beseitigung einiger Fehler gibt es zahlreiche neue Features. Nun kann man endlich offline nachrichten im AIM verschicken, und über das Yahoo!-Messenger Protokoll Daten verschicken. Das Eingabefenster wird nun ausserdem automatisch größer bei längeren Eingaben.
Der „kleine Bruder“ („Finch“) hat auch einige Neuerungen erhalten, so werden nun bspw. der Status eurer Kontakte in Farbe dargestellt
In den „Gutsy“ Packetquellen ist immer noch die Version 2.2.1 enthalten, was bis zum release von „Hardy“ auch so bleiben wird. Möchte man dennoch Version 2.4 benutzen, muss man entweder das Debian-Paket von getdeb installieren oder den Quellcode direkt von der Entwicklerseite beziehen und selbst kompilieren. (www.ubuntuusers.de)
Ich hab mir bereits Version 2.4 installiert und freue mich über die Änderungen. Dennoch muss man dazu sagen, dass an einem nahezu perfekten Messenger eh nur wenig verbessert werden kann. Und wenn man bspw. das Yahoo! Netzwerk nicht benutzt hat der User auch wenig Nutzen von den Neuerungen. Dennoch … ich freu mich =)
Hessen – man darf gespannt sein…
10 März, 2008
10. März 1985 – Wahlen zum Abgeordnetenhaus von West Berlin
Die Regierung von CDU und FDP wurde im Amt bestätigt, während die SPD ihr schlechtestes Wahlergebnis seit Kriegsende erziehlte.
Was man doch alles im Geschichte Leistungskurs erfahren kann… Man muss sich das mal vorstellen, eine Wahl mit eindeutigem Ergebnis! Kaum noch denkbar heutzutage… An dieser Stelle würde ich gern über Neuigkeiten berichten, die in Hessen passiert sind. Nur gibts da ein Problem: es gibt nix zu berichten. Zumindest nichts, was keiner vorher wusste: Hubertus Heil will Ypsilanti, Beck hat Schnupfen, Koch will immer noch sein Kinderknast, und Herr Hahn von der FDP sieht Jamaika näher rücken. Der Ehemalige Wirtschaftsminister Gerhardt (FDP) will dann aber den Roland Koch nich dabei haben und was ist mit den Grünen? Die sagen gerade gar nichts, die sind alle zur Entspannung ans Elbufer bei Dresden gefahren. Erholung pur und Weltkulturerbe retten. Zusammen mit 15.000 anderen Dresdnern die in den vergangenen Tagen für eine Untertunnelung demonstriert haben. Alles in Allem liefern sich die Politker aus Hessen und Dresden ein Kopf an Kopf Rennen zum nächsten Deutschen Comedypreis! Mein Lösungsvorschlag: Einfach Hessen bis zur Regierungsbildung ausgliedern. Aber „niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“…es reichen ja schon 2m hohe Schallschutzwände, damit man nichts mehr hört und sieht. DieLinke dürfte sich über den Vorschlag bestimmt freuen. Und sollte es doch zu einer Rot-Roten(-XY) Regierung kommen, dann kann Hessen ja auch gleich ausgegliedert bleiben. Dann könnte Wehen Wiesbaden endlich wieder in der ersten Liga spielen!
Damit uns aber die Politik nicht zu langweilig wird, noch ein paar interessante Fakten zum 10.März:
- 1870 – Die Preußische Staatsregierung erteil der Deutschen Bank die Konzession
- 1814 – Joseph von Frauenhofer entdeckt die Frauenhoferlienen
- 1813 – Friedrich Wilhelm III v. Preußen stiften das „Eiserne Kreuz“ für besondere Einsätze in den Befreiungskriegen gegen Frankreich (tja Herr Jung…bis 24Uhr haben sie noch Zeit für Ihre Ehrenmedaille…sonst ist es nicht stilvoll)
- 1899 – In Frankreich wird der Führerschein mit Fahrprüfung zur Pflicht
- 1987 – Der Vatikan verurteilt künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft
- 1998 – Giovanni Trapattoni beendet den emotionsgeladenen Kommentar zur Leistung seiner Mannschaft bei der 0:1-Niederlage gegen FC Sch***e 04 mit dem berühmten Satz „Ich habe fertig“
- 1952 -Josef Stalin legt den Westmächten ein Angebot zur Verhandlung über die Vereinigung von West- und Ostdeutschland vor (Stalin-Noten)
- 1969 – in Memphis bekennt sich James Earl Ray des Attentates an Martin Luther King schuldig, widerruft jedoch später
Soo, das soll es bis hier gewesen sein =)
Sayonara
Langeweile? – Open Source!
9 März, 2008
Der Kühne Reiher ist im Anflug
Am 07.03 stellte Canonical die Alpha 6 Version des neuen Ubuntu 8.04 – Hardy Heron (dt.: „Kühner Reiher“) zum Download bereit. Und in anbetracht dessen, dass „Hardy“ am 24.April als finale Version erscheinen soll, denke ich ist es an der Zeit mal einen kleinen Artikel darüber zu schreiben.
Hardy soll nach „Dapper Drake“ (dt.: „Eleganter Erpel“) die zweite LTS (Long term support) Version von Ubuntu werden. Das bedeutet, dass Hardy bis April 2013 weiterhin mit Sicherheitsupdates versorgt wird.
Abgesehen von einer tollen, neuen Oberfläche für GNOME gibt es auch weitere praktische Neuerungen. So wird Hardy den Linux-Kernel 2.6.24-11.17 enthalten, was viele Leute freuen wird, die immer noch mit Treiberproblemen kämpfen.
Weitere Neuheiten sind:
- Pulseaudio (ein erweiterter SoundServer)
- GFVS (als Ersatz für GnomeVFS, was es nun ermöglich bspw. Daten aus dem Müll wieder herzustellen)
- Metacity (besitzt nun selber einen Composite-Manager)
- PolicyKit (zum Starten von Anwedungen mit Benutzerrechten und späterem Versehen mit root-Rechten)
- GNOME – Systemmonitor (schnellere Darstellung und neue Widgets)
- Weltzeituhr (eine nette Spielerei …Funktion dürfte wohl klar sein?!)
- Brasero (wird nun mit Hardy das offizielle Brennprogramm in ubuntu)
- Transmission (wird nun von Haus aus als BitTorrent-Client installiert)
- Vinagre (ein VNC-Client, der sich stark in die GNOME Desktopumgebung integriert, Logins werden bspw im Schlüsselbund gespeichert)
- Firefox (Firefox 3 wird der neue Standardbrowser für Ubuntu)
- gThumb (wird nicht mehr automatisch installiert)
- myspell (wird durch hunspell ersetzt, was eine bessere Rechtschreibprüfung zur Folge haben soll (das hört sich doch gut an^^) (Quelle: www.ubuntuusers.de)
Soweit als kleine Überblick. Ich werde wohl am 27.03. mal die BETA Version ausprobieren, und bin schon jetzt auf das Look&Feel gespannt.
Bis dahin =)
mal hüh, mal hott – ja was denn nun?
8 März, 2008
„Seit heute ist die Katze aus`m Sack!“ um frei nach Guido Westerwelle zu sprechen.
Nun bin ich aber leider immer noch nicht schlauer als vorher. Frau Ypsilanti wird ja nun seit gestern doch nicht mehr Ministerpräsidentin. Ja, aber eine Koalition mit den Grünen und der FDP findet dann Herr Heil ganz toll. Und wie sehen dass die Linken? Ach ja, die wollen ja mit dem Roland Koch?! Nein, wars die Frau Ypsilanti? Ja wie war das jetzt noch gleich. Wundert sich noch einer über die so oft beklagte „Politikverdrossenheit“?
Ach und dann war da auch noch Hamburg…Rot-Rot, Schwarz-Gelb-Grün, Dunkelbunt gestreift? Wer weiß, wer weiß.
Aber bleiben wir doch bei Hessen: „Die SPD hat den Anspruch, in Hessen zu regieren“, sagte Generalsekretär Hubertus Heil. Recht hat er, denn die Wahl hat die SPD ja gewonnen. Oder? Der Roland Koch sieht das ganze dann anders, es war nämlich die CDU die die Wahl gewonnen hat! Und damit die Leute ihm auch glauben meldet sich unser Herr Westerwelle unterstützend zu Wort. Wenn wir also folgerichtig 2 Wahlsieger haben bietet sich doch eine Schwarz-Rote Koalition an oder nicht? Angela und Walter machen doch einen tollen Job in Berlin. Herr Heil meint dann aber, dass eine Koalition mit der CDU bitte nur ohne dem Roland Koch zu machen sei. Vielleicht schreibst ja Udo Jürgens ein Lied drüber… Roland jedenfalls möchte so gerne sein Kinderknast bauen, dass er dann doch lieber mit den Grünen und der FDP Ministerpräsident bleibt. Das wollen aber die Grünen nicht. „Das ist ein Wortbruch“, kommentiert wieder der Herr Westerwelle. Frau Ypsilanti versucht das Problem pragmatisch zu lösen, denn Sie hat versprochen, nie mehr zu versprechen, dass Sie ihr Wort nicht brechen wird… Oder so ähnlich. Womit dann wieder die „Glaubhaftigkeit“der Politiker bestätigt wäre.
Und wo ist der Parteivorsitzende wenn man sich mal einen Rat holen will? Krank! Damit ist er meiner Meinung nach zur Zeit der Glaubhaftigste aller Genossen.
Fazit ist jedoch, dass gemessen an den Wahlzielen weder CDU noch SPD die Wahl gewonnen haben. Bleibt die Frage offen wer demnächst Hessen regieren wird. Da wünscht man sich doch demokratische Kandidaten wie in Russland. Da wird die Wahl doch ganz einfach. Und eine 2/3 Mehrheit einer Partei hat mir schon lange kein Tortendiagram mehr gezeigt…
Wie dem auch sei, vielleicht wird sich ja bis zur Bundestagswahl eine Lösung gefunden haben. Und möglicherweise kann der Herr Koch sein Kinderknast doch noch bauen.
Und sollten alle Stränge reißen: der Herr Schell von der GDL hat bestimmt ganz schnell ne Lösung parat. Bestreiken wir doch einfach die Wahllokale.
Ich bin gespannt…